Die Bildungspartnerschaft: Eine tragfähige Partnerschaft im Interesse des Kindes

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Martina Wolf

Wenn Eltern entscheiden, dass ihr Kind einen Kindergarten oder Hort besuchen soll, ist das oft mit vielen Fragen und Unsicherheiten verbunden. Deshalb ist es wichtig, dass Eltern den Personen, die das Kind betreuen, vertrauen.

Gerade in der ersten Zeit im Kindergarten oder Hort ist es für alle Beteiligten – für Eltern, aber auch für das Team – wichtig, pädagogische bzw. erzieherische Haltungen entlang der kindlichen Bedürfnisse aufeinander abzustimmen und trotz möglicher Irritationen und Unsicherheiten verlässlich in Kontakt zu kommen.

Es geht um den gemeinsamen Blick auf das Kind – im Sinne des Kindes. Und dafür braucht es Erwachsene, die miteinander in einer wertschätzenden Beziehung sind.

Zwei Welten – ein Kind

Mit dem Eintritt in den Kindergarten betreten Kinder eine weitere Lebenswelt – eine Welt mit anderen Abläufen, anderen Anforderungen und anderen Beziehungen.

Für Kinder ist dies ein großer Entwicklungsschritt. Für Eltern auch. Denn sie übergeben ihr Kind jeden Tag in die Hände von Menschen, die ihnen noch nicht vertraut sind. Und das in einer Zeit, in der Kinder meist noch nicht in der Lage sind, von ihren Erlebnissen zu erzählen. Sie können oft nicht einordnen, was sie erlebt haben, und noch weniger, es in Worte fassen. Eltern können daher vieles nicht von ihrem Kind erfahren, wie mit ihrem Kind umgegangen wird, wenn sie nicht anwesend sind. „Was hat mein Kind heute gefreut? Was war vielleicht anstrengend? Gab es Momente, in denen es sich unsicher gefühlt hat? Hat es sich trösten lassen, falls es Kummer hatte?“

Das bedeutet: Eltern sind darauf angewiesen, solche Informationen von genau den Personen zu erhalten, denen sie ihr Kind anvertraut haben und diesen zu vertrauen. Dies gilt auch für Schulkinder im Hort.

Dieses so wichtige Vertrauen besteht manchmal von Anfang an. In aller Regel wird es sukzessive aufgebaut vom ersten Kennenlernen, über die Eingewöhnung in den Kindergarten bzw. den Einstieg in den Hort bis zur Gestaltung der Beziehung in den Tagen, Wochen, Monaten und Jahren, die das Kind den Kindergarten oder Hort besucht.

Das Kind lebt in diesen zwei sehr unterschiedlichen Welten, bei Hortkindern sind es mit der Schule sogar drei Welten. Eltern und Fachkräfte erleben diese Situation nicht. Das Kind reagiert auf die Erfahrungen in diesen sehr unterschiedlichen Welten und braucht von den Erwachsenen der verschiedenen Welten Verständnis und Unterstützung für sein Reagieren und die Beantwortung seiner Bedürfnisse.

Dieses Verständnis wird dann besonders gefordert, wenn Kinder vom Kindergarten in die Schule wechseln und zudem den Hort besuchen. Aus zwei Weltern werden drei. Was mit einem behutsamen Start im Kindergarten begonnen hat, ist nun mit einem neuen Anspruch an die Selbständigkeit des Kindes verbunden. Während in der Schule meist die vorgegebene Struktur und der gemeinsame Raum mit Gleichaltrigen einen sicheren Rahmen schafft, kann der Einstieg in den Hort eine Herausforderung sein, wenn dann wieder Altersgruppen gemischt und Kinder aus den unterschiedlichen Klassen mit ihren unterschiedlichen Erfahrungen zusammentreffen. Das soziale Miteinander kann auch von Konflikten zwischen den Kindern belastet sein, die von den Hortpädagog:innen begleitet werden. Die Bildungspartnerschaft erweitert sich, was auch mehr Kommunikation und Information für die Eltern bedeutet. Was erlebt das Kind, wie verhält sich das Kind und was braucht das Kind in seinen dann drei Welten?

Um einen Einblick in die jeweilige andere Welt zu erhalten, bauen die Erwachsenen Brücken zwischen diesen Welten, aus Respekt, wechselseitiger Information und einer offenen Kommunikation.

Gegenseitiger Respekt und eine offene Kommunikation

Diese Brücken werden besonders tragfähig durch Empathie und Verständnis für die jeweils andere Lebenswelt. Für viele Eltern ist der Kindergarteneinstieg mit gemischten Gefühlen verbunden. Neben Freude und Entlastung gibt es oft auch Unsicherheit und Fragen. Genau deshalb, weil der Einblick in diese andere Welt des Kindes eingeschränkt ist.

Darum ist es so bedeutsam, wie Kindergärten und Horte den Eltern begegnen.
Ob spürbar ist: Hier bin ich willkommen. Hier werde ich ernst genommen mit meinen Fragen und Vorschlägen und auch mit meinen Sorgen.

Im Alltag des Kindergartens gibt es diesen kurzen Austausch beim Bringen und Abholen. Eltern informieren die Fachkräfte: Was ist wichtig zu wissen? Gibt es besondere Vorkommnisse? Oder auch: Wie war die Nacht und der Morgen? Wie gestimmt kommt das Kind im Kindergarten an? Fachkräfte wiederum informieren Eltern darüber, was das Kind heute gefreut oder geärgert hat. Wie es ihm jetzt geht. Ob es getröstet werden konnte, als es traurig oder ärgerlich war. Solch kurze Sätze zwischendurch haben eine große Wirkung. Sie öffnen die Türen in die jeweils andere Welt und bereiten den Boden dafür, wie bei Irritation, Unsicherheit oder im Konfliktfall die Bildungspartnerschaft gelebt werden kann. So wachsen Vertrauen und Sicherheit, Eltern können ihr Kind gut „abgeben“.

Im Hort beziehen sich diese Gespräche oftmals auf freundschaftliche Beziehungen in der Gruppe oder auf Streit und Konflikte, die das Kind am Nachmittag erlebt.

Im Konfliktfall zwischen den Erwachsenen wiederum hilft eine Basis dieser Art, einander zuzuhören, die Sorgen anzunehmen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Das Kind und seine Bedürfnisse sind dabei immer im Mittelpunkt.

Was sind nun solche Themen, die Irritation oder Sorgen auslösen und zu Konflikten führen können?

Unterschiedliche Lebenswelten verstehen

Der Kindergarten ist für Kinder ein intensiver Ort. Viele Kinder, viele Reize, viele soziale Situationen. Das verlangt Kindern viel ab.

Es ist daher nicht ungewöhnlich, dass Kinder sich im Kindergarten anders zeigen als zu Hause. Ein Kind, das zu Hause ausgeglichen wirkt, kann im Kindergarten sehr gefordert sein. Ein Kind, das zu Hause selten Ruhe braucht, kann in der Gruppe plötzlich erschöpft sein. Ein Kind, das im Kindergarten kooperiert, kann zu Hause anhänglicher sein und häufiger in Konflikte geraten. Ein Kind, das im Kindergarten vieles selbständig machen kann, möchte zu Hause mehr Unterstützung und mehr Aufmerksamkeit.

Auch bei Schulkindern gibt es zu Hause ein anderes Verhalten, als sie es in den Einrichtungen Schule und Hort zeigen.

Diese Unterschiede sind kein Zeichen dafür, dass „etwas nicht passt“. Sie zeigen, wie unterschiedlich die Lebenswelten sind und wie das Kind sich diesen Welten anpasst. Hier braucht es ein gegenseitiges Verstehen und einen Blick dafür, wie anstrengend diese Anpassungsleistung für das Kind ist.

Die Anstrengung des Kindes zeigt sich etwa in einer häufigen Konfliktsituation zwischen diesen beiden Welten: Eltern wünschen sich, dass ihr Kindergartenkind mittags nicht mehr schläft, weil es diesen Schlaf zu Hause nicht mehr braucht und sie die Sorge haben, ihr Kind würde dann abends zu spät einschlafen (was tatsächlich der Fall sein kann, sollte der Schlafdruck abends nicht hoch genug sein). Im Kindergarten sind die Reize so enorm hoch – das ist mit dem Alltag zu Hause nicht vergleichbar. Neben der generellen Anpassung an all die Anforderungen, ist es diese Reizdichte, die Kinder erschöpft und sie schlafen manchmal mitten im Spiel ein, wenn der Mittagsschlaf nicht gewährt wurde.

Bei Schulkindern kann es sein, dass sie über das Erlebte nicht immer gleich sprechen möchten, sondern noch ein bisschen Zeit brauchen.

Gegenseitiges Verstehen heißt in diesem Fall des Kindergartenkindes, anzuerkennen: „Daheim ist kein Schlaf mehr notwendig. Im Kindergarten für eine gewisse Zeit doch noch“, auch wenn es bedeutet, dass der Abendschlaf deutlich später beginnen könnte. Glücklicherweise dauert eine solche Übergangsphase nicht allzu lange.

Im Gespräch bleiben – besonders wenn Sorgen entstehen

Wie tragfähig die Zusammenarbeit ist, zeigt sich besonders dann, wenn Unsicherheiten oder Sorgen auftauchen. Und diese entstehen im Alltag immer wieder.

Herausforderndes Verhalten zwischen Kindern kann Eltern und Fachkräfte in zum Teil sehr große Sorge versetzen. Im Kindergarten wird geschlagen, gestoßen, geschrien, geweint, etwas weggenommen oder kaputt gemacht, gebissen. Dies ist normaler Alltag bei sehr jungen Kindern, die sich nicht einig sind, denen jemand zu nah war, die etwas erkämpfen, das sie haben möchten oder einfach mit anderen mitspielen möchten. Sozial akzeptierte Verhaltensweisen müssen erst gelernt und gefestigt werden und der Kindergarten ist ein wunderbarer Lernort dafür.

Im Kindergarten und Hort kann etwa eine Trennungssituation der Eltern beim Kind zu ungewöhnlichen oder herausforderndem Verhalten führen.

Natürlich versetzt es Eltern in Sorge, wenn das eigene Kindergartenkind gestoßen, geschlagen oder sogar gebissen wurde. Wie kann das sein? Wer hat da nicht aufgepasst? Was ist mit dem Kind, das gebissen hat, los? Bei Schulkindern kann ein scheinbar plötzlich auftretendes freches oder schlampiges Verhalten irritieren: „Was ist da los?“. Dies sind Fragen, die sich Eltern sofort stellen. Fachkräfte wiederum sind in Sorge und haben Fragen, was dahinterstehen könnte, wenn ein Kind vermehrt herausforderndes Verhalten zeigt.

Für die betroffenen Kinder ist es wichtig, dass die Erwachsenen in solchen Situationen gut und möglichst offen ins Gespräch gehen, ihre unterschiedlichen Sichtweisen austauschen, versuchen zu verstehen, nachfragen und so gemeinsam nach Lösungen suchen.

Eltern ist wichtig, mit ihrer Sorge ernstgenommen zu werden. Ganz besonders dann, wenn ihr Kind gebissen oder ausgegrenzt wurde, steigt die Sorge und mit dieser oft der Ärger, wenn es wiederholt passiert.

Beißen zwischen den Kindern zählt zu einer der großen Herausforderungen im Kindergartenalltag. Zwar ist beißen bis zu einem Alter von etwa drei Jahren entwicklungsgerecht und kein Zeichen für eine etwaige Störung, gleichzeitig löst Beißen bei allen Beteiligten besonders großen Stress aus, weil Kinder verletzt werden können. Manchmal so sehr, dass die Wunde medizinisch versorgt werden muss. Bei Schulkindern können es Mobbingsituationen sein, die irritieren.

Solche Situationen verunsichern Eltern verständlicherweise sehr. Wie können Eltern und Fachkräfte hier konstruktiv im Gespräch bleiben, damit ein Verhalten, wie dieses, gemeinsam bewältigt werden kann? Es braucht

  • Fachkräfte, die transparent sowohl die Eltern des Kindes, das gebissen oder gemobbt hat, als auch des Kindes, das gebissen oder gemobbt wurde, entweder direkt nach dem Vorfall oder beim Abholen darüber informieren, was passiert ist und wie die Situation begleitet wurde,
  • Verständnis für die Sorgen aller Eltern,
  • keine Schuldzuschreibungen,
  • Wissen um die Hintergründe des Beißens oder Mobbens,
  • Vertrauen, dass im Kindergarten und Hort bestmöglich versucht wird, dieses Thema zu beenden, wie ein geschärfter Blick auf beide Kinder und ein abgestimmtes Vorgehen.

Das direkte Gespräch suchen, wenn daheim etwas auffällt

Bildungspartnerschaft lebt davon, dass nicht nur der Kindergarten oder Hort, sondern auch die Eltern ihre Perspektive einbringen.

Eltern informieren, wenn sich im Leben eines Kindes etwas verändert – eine neue familiäre Situation, ein Umbruch, eine Belastung oder auch etwas Positives, das das Kind stark beschäftigt. Es ist für Fachkräfte hilfreich, davon zu wissen, um das Verhalten des Kindes besser einordnen zu können.

Manchmal passiert ein Konflikt zwischen Kindern im Verborgenen; selbst das Beißen kann unbemerkt geschehen, sodass es im Kindergarten nicht bemerkt wurde.

Fällt Eltern daheim etwas auf, erzählt das Kind zu Hause oder besteht aus sonst einem Grund Anlass zur Sorge bzw. tauchen Fragen auf, ist es wichtig, dass Eltern den direkten Weg wählen und das Gespräch mit den Mitarbeitenden am Standort suchen. Oft sind Fragen rasch geklärt und Sorgen ausgeräumt – mindestens ernstgenommen und werden dadurch kleiner.

Kinderschutz als gemeinsame Verantwortung – auch im Hort

Auf Seiten der Fachkräfte ist es wiederum wichtig, aktiv mit den Eltern in Kontakt zu treten, wenn sie Veränderungen wahrnehmen, sich das Kind anvertraut oder sonstige Gründe bestehen, die Sorge auslösen. Dies ist auch im Hort notwendig.

Aggressives Verhalten gegenüber anderen Kindern im Hort braucht eine gemeinsame Ebene mit den Eltern, um mögliche Belastungen und Hintergründe seines Verhaltens zu kennen und für ein abgestimmtes Vorgehen, was nun hilfreich wäre.  

Wenn sich ein Kind anders zeigt als gewohnt, wenn es also vermehrt in Konflikte gerät oder sich besonders zurückzieht, führt das zu einer weiteren wesentlichen Ebene der Zusammenarbeit: dem Kinderschutz.

Der fachliche Rahmen dafür sind Kinderschutzkonzepte für Kindergärten und Horte in Wien. Diese sind gesetzlich verankert; also formale Vorgaben, aber nicht nur. Sie spiegeln sich auch im gelebten Alltag. Sie regeln einerseits, wie Kinder in der Einrichtung geschützt werden – durch klare Strukturen, durch einen Verhaltenskodex für alle Mitarbeitenden und durch eine bewusste Haltung im Umgang mit Nähe, Distanz und Macht. Kinder sollen sich sicher fühlen – körperlich und emotional.

Kinderschutz bedeutet nicht nur, innerhalb der Einrichtung achtsam zu handeln. Er bedeutet auch, hinzuschauen, wenn sich bei einem Kind Veränderungen zeigen, die Anlass zu erhöhter Sorge geben. Wenn Fachkräfte wahrnehmen, dass ein Kind sich auffällig verändert, stark belastet wirkt oder sich anvertraut, sind sie verpflichtet, dem nachzugehen. Das geschieht nicht vorschnell, sondern sorgfältig und nach einem abgestimmten Vorgehen. Und hier wirkt die Bildungspartnerschaft auf einer besonderen Ebene – als gemeinsames Hinschauen im Sinne des Kindes. Was könnte dahinterstehen? Was braucht das Kind jetzt?

Getrennt gemeinsam Eltern sein, Bildungspartner bleiben

Wenn sich Eltern trennen, ist das für alle Beteiligten herausfordernd. Neben den persönlichen Aspekten, wie Kränkungen und Sorgen, den notwendigen strukturellen Klärungen rund um diese Trennung, ist es eine besondere Herausforderung für das gemeinsame Kind Eltern zu bleiben. Gegenseitiger Respekt, ein Minimum an Vertrauen und die Bereitschaft zur Kommunikation und Kooperation sind eine wichtige Basis, damit diese gemeinsame Elternschaft gelebt werden kann. Und diese Basis braucht es ebenso, damit getrennte Eltern Bildungspartner von Kindergarten und Hort sein und bleiben können. Hier gilt es sich gut abzustimmen und zeitgerecht darüber zu informieren, wer wann das gemeinsame Kind abholt, wie der Alltag des Kindes da wie dort aussieht, was die Eltern voneinander wissen müssen und was Kindergarten und Hort. Das ermöglicht dem Team das Kind situationsentsprechend zu begleiten und einen verlässlichen Rahmen zu schaffen.

Besonders schwierig gestaltet sich die Situation, wenn die Trennung stritig ist und die Konflikte über die Trennung hinaus gehen bzw. sich erst danach entwickeln, wenn Informationen zurückgehalten und Vereinbarungen nicht eingehalten werden, das Kind hin und hergerissen ist und auch die Mitarbeitenden von Kindergarten und Hort in den Konflikt gezogen werden. Eine solche Situation ist für das Kind eine immense psychische Belastung und erschwert es gleichzeitig den Teams einen sicheren Ort für das Kind zu schaffen.

Grenzen, Erwartungen und Verantwortung

Ein Bereich, der in der Zusammenarbeit häufig herausfordernd ist, betrifft das Thema Grenzen. Im Kindergarten und Hort gibt es klare Rahmenbedingungen. Regeln, Abläufe und Strukturen geben Orientierung für viele Kinder gleichzeitig. Diese Regeln helfen beim Organisieren des Alltags. Sie können für Eltern irritierend sein, vor allem dann, wenn sie ihr Kind zu Hause anders begleiten. Wenn ein Kind beispielsweise bestimmte Dinge nicht in den Kindergarten mitbringen darf oder sich an Abläufe halten soll, die es so von zu Hause nicht kennt, kann das Fragen auslösen. Gleichzeitig brauchen Kinder gerade in Gruppen diese Klarheit. Sie hilft ihnen, sich zu orientieren, sich sicher zu fühlen und sich in einer Gemeinschaft zurechtzufinden.

Hier braucht es wieder das gemeinsame Hinschauen: Was dient dem Kind in diesem Kontext? Der Kindergarten und auch der Hort haben einen Bildungs- und Erziehungsauftrag und setzen einen Rahmen, in dem diese Entwicklung möglich ist.

Eltern wiederum bleiben die wichtigsten Bezugspersonen ihres Kindes. Sie prägen Beziehung, Werte und Alltag. Kindergarten und Hort können unterstützen und begleiten.
Sie können nur begrenzt ausgleichen, was im familiären Kontext nicht möglich ist. Bildungspartnerschaft bedeutet daher auch: sich über Erwartungen und Möglichkeiten auszutauschen und Verantwortung klar zu verorten.

Gemeinsam für das Kind

Am Ende verbindet alle Beteiligten ein gemeinsames Ziel: Es soll dem Kind gut gehen. Es soll in allen Welten einen Rahmen vorfinden, in dem es sich sicher fühlt, wachsen und sich entwickeln kann. Damit das gelingen kann, braucht es Erwachsene, die bereit sind, miteinander ins Gespräch zu gehen und im Gespräch zu bleiben, Fragen offen anzusprechen, Unterschiede auszuhalten und sich immer wieder am Kind und seinen Bedürfnissen zu orientieren.

Bild von Martina Wolf

Martina Wolf

Psychologische Beraterin (LSB) für Familien in eigener Praxis & Kinderschutz-Expertin
www.martinawolf.at

Wenn Eltern entscheiden, dass ihr Kind einen Kindergarten oder Hort besuchen soll, ist das oft mit vielen Fragen und Unsicherheiten verbunden. Deshalb ist es wichtig, dass Eltern den Personen, die das Kind betreuen, vertrauen.
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